Philippinische Regierung setzt auf Offshore-Windenergie

Shutterstock

In den Ausbau der Windkraft kommt immer mehr Bewegung. Das Potenzial ist groß, allerdings gibt es auch einige Hindernisse für die Entwicklung des Sektors.

Die Philippinen wollen Offshore-Windenergie künftig stärker forcieren. Mitte 2021 veröffentlichte das Ressort Depart-ment of Energy (DOE) mit Unterstützung der Weltbankgruppe das Projekt „Philippine Offshore Wind Roadmap“. Es sollunter anderem dabei helfen, Regionen auf dem Archipel mit hohem Entwicklungspotenzial für Offshore-Windkraft zu identifizieren. Zudem soll es dazu beitragen, kurz- und mittelfristige Ziele zu setzen und Strategien zu implementieren, um ein geeignetes geschäftliches Umfeld für Investoren zu schaffen.

Die philippinische Regierung stuft das Vorhaben laut lokalen Medien als weiteren Meilenstein im Rahmen des geplanten Ausbaus von alternativen Energien ein. Bisher hat das DOE bereits fünf Dienstleistungskontrakte für Offshore-Projekte in einem Gesamtumfang von 5 Gigawatt vergeben. Die Weltbank schätzt das Potenzial von Offshore-Windkraftauf dem Archipel auf insgesamt 170 Gigawatt.

Bereits 2020 hatte die Triconti ECC Renewables Corp. publik gemacht, dass sie zwei richtungsweisende Serviceverträgefür Offshore-Windenergie in den Philippinen mit einer Gesamtkapazität von mehr als 1,2 Gigawatt vom DOE erhaltenhatte. Triconti ist ein Joint-Venture zwischen deutschen, schweizerischen und lokalen Unternehmen, die gemeinsam große Greenfield-Windenergieprojekte auf dem Archipel entwickeln.

Im August 2021 wurde in der lokalen Presse vermeldet, dass Triconti gemeinsam mit der deutschen Firma Wpd ein 75,6-Megawatt-Onshoreprojekt in der Provinz Akla umsetzen wird. Das Projektvolumen soll rund 100 Millionen US-Dollar(US$) umfassen und der Bau bis Ende 2023 abgeschlossen werden. Das Vorhaben dürfte die Philippinen einen weiteren Schritt in Richtung eines „grüneren“ Energiemix bringen, so die Einschätzung von Beobachtern.

Das asiatische Land will gemäß der aktuellen Planung im Rahmen des „National Renewable Energy Program“ des DOE bis 2030 rund 35 Prozent seines Stroms mit erneuerbaren Energien erzeugen, um auf diese Weise seine hohe Abhängigkeit von fossilen Trägern zu verringern. Das Potenzial für Windkraft auf dem Archipel ist nach Einschätzung von Branchenexperten daher riesig.

Quelle: gtai

Unsere Mitglieder können den vollständigen Bericht anfordern bei

Verena Röschmann, VDMA, Marine Equipment and Systems
Tel.: +49 40 507 207-11, E-Mail: verena.roeschmann@vdma.org

oder alle Newsletter-Unterlagen gesammelt anfragen mit dem Antwortbogen, der dem letzten Artikel des Rundschreibens beigefügt ist.