Erhöhung der Ausbauziele für Offshore-Windenergie

Shutterstock

Bundestag beschleunigt den Aus­bau von Wind­energie auf See

Die Änderung des WindSeeG, die am 5. November dieses Jahres im Bundestag beschlossen wurde, ist richtungsweisend für den weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland. Die neuen Ausbauziele von 20 Gigawatt (GW) bis 2030 und 40 GW bis 2040 schaffen nicht nur wichtige Planungssicherheit für die Branche, sondern machen darüber hinaus  deutlich, dass OWE einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und zur Wertschöpfung am Standort Deutschland leisten wird. Dies ist auch vor dem Hintergrund der Corona-Krise und der anhaltenden Ausbaudelle, die sich Stand heute bis 2025/26 hinziehen wird, ein wichtiges wirtschaftspolitisches Signal für Deutschland und Europa.

Neben der Langfristperspektive regelt das WindSeeG aber auch das Ausschreibungsdesign für künftige Offshore-Windprojekte. Bereits 2. November wurde aus Regierungskreisen bekannt, die ursprünglich angedachte zweite Gebotskomponente für die nächste Ausschreibungsrunde im Herbst 2021 würde aus dem Gesetzentwurf gestrichen. Im Falle mehrerer Null-Cent-Gebote soll nun zunächst das Los über einen Zuschlag entscheiden. Anschließend soll nach einer erneuten Evaluierung der Alternativen das Vorgehen bei weiteren Offshore-Ausschreibungen festgelegt werden. In den letzten Monaten hatte sich die Offshore-Branche gemeinsam mit einer breiten Allianz aus Industrie, Finanzwirtschaft und Wissenschaft dafür eingesetzt, das im Gesetzesentwurf angedachte Modell der zweiten Gebotskomponente durch das sogenannte Differenzvertragsmodell zu ersetzen. Letzteres kommt bereits in vielen anderen europäischen Ländern zum Einsatz und würde somit zur Harmonisierung des europäischen Finanzierungsrahmens von Offshore-Wind-Projekten beitragen. Darüber hinaus zeigen mehrere unabhängige Studien, dass Differenzverträge gegenüber der zweiten Gebotskomponente sowohl die Realisierungswahrscheinlichkeit als auch die Kosteneffizienz zukünftiger Offshore-Wind-Projekte erhöhen würden.

Die Branche wird sich daher auch weiterhin für die Einführung von Differenzverträgen einsetzen.

Quelle: Stiftung Offshore Windenergie / Deutscher Bundestag

Die vollständige Pressenotiz der Stiftung Offshore Windenergie finden Sie HIER.

Die entsprechende Pressemeldung des Deutschen Bundestages finden Sie HIER.