Kurswechsel: Israel verhängt Baustopp für Gaskraftwerke

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Rückschlag für Erdgaswirtschaft

Am 25. Oktober 2020 hat die israelische Regierung einen wegweisenden energiepolitischen Beschluss gefasst: Ab sofort werden keine neuen erdgasbetriebenen Kraftwerke mehr genehmigt. Ausgenommen sind vier bereits genehmigte Projekte sowie künftige Aufwertungen und Erweiterungen bestehender Erdgaskraftwerke.

Für die israelische Erdgaswirtschaft bedeutet der Regierungsbeschluss einen empfindlichen Rückschlag, nimmt doch der künftige einheimische Erdgasbedarf gegenüber bisherigen Schätzungen ab. Um die Besitzer der Offshore-Erdgasvorkommen zu entschädigen, will die Regierung bereits im Jahr 2021 die bisher geltende Obergrenze für Erdgasexporte - sie liegt bei 40 Prozent der bekannten Vorkommen - anheben.

Allerdings wird diese Genehmigung allein nicht ausreichen, um die gegenwärtig fehlenden überseeischen Kunden für Erdgas zu finden. Ob Israel, wie erhofft, europäische Abnehmer für sein Erdgas findet, wird sowohl von der Situation auf dem Weltenergiemarkt als auch von der heute gespannten politischen Situation im östlichen Mittelmeer abhängen.

Das Risiko, dass die Erdgasvorkommen wegen mangelnder Nachfrage nicht voll erschlossen werden können, ist mit dem neuen Beschluss der israelischen Regierung jedenfalls gestiegen. Die Bereitschaft der Ministerrunde, dies in Kauf zu nehmen, zeigt umso deutlicher, welche Bedeutung der Staat der Fotovoltaik inzwischen beimisst.

Quelle: gtai

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