Russland modernisiert und erweitert seine Eisbrecherflotte und holt für Nördlichen Seeweg deutsche Partner ins Boot

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Zur Entwicklung des Nördlichen Seewegs als Transitroute zwischen Europa und Asien muss Russland neue zivile Schiffe bauen. Der Fokus liegt auf Eisbrechern und Tankern der Eisklasse. Es sollen bis 2035 Milliarden in den Ausbau des Nördlichen Seewegs als Handelsroute investiert werden. Bei Energie-, Umwelt- und Schiffbauprojekten können deutsche Firmen zum Zuge kommen.

Der Nördliche Seeweg muss ganzjährig befahrbar sein, damit die Milliarden schwere Erschließung des Transportkorridors entlang der russischen Nordmeerküste ein Erfolg wird. Dazu müssen Eisbrecher die Route in den Wintermonaten zwischen November und Mai frei halten. Die Nachfrage nach Eisbrecher-Eskorten von Handelsschiffen wächst. Im Jahr 2019 legte das Frachtaufkommen auf dem Nördlichen Seeweg um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu - auf 29 Millionen Tonnen. Bis 2035 könnten etwa 120 Millionen Tonnen auf der Route befördert werden, schätzt Maxim Kulinko, Direktor der Abteilung für die Entwicklung des Nördlichen Seewegs der staatlichen Nuklear-Holding Rosatom , die als Betreibergesellschaft der Route fungiert.

Der Bedarf an eisbrechenden Schiffen steigt auch deshalb so rasant, weil Handelsschiffe immer früher auf der eisigen Route in Richtung Asien in See stechen. Im Jahr 2020 lief der Flüssiggastanker „Christophe de Margerie“ der Reederei Sowkomflot aus dem Hafen Sabetta („Jamal-LNG“-Werk von Novatek) bereits am 18. Mai 2020 in Richtung China aus - so früh wie noch nie zuvor. Um den zu erwartenden Anstieg der Zahl von Handelsschiffen, die auf dem Nördlichen Seeweg eine Eskorte benötigen, stemmen zu können, werden weitere Eisbrecher benötigt.

Russland möchte bei der Entwicklung des Nördlichen Seewegs auch ausländische Partner ins Boot holen. Potenzial zur Zusammenarbeit bietet sich bei der Errichtung von  Energieinfrastruktur, beim Umweltschutz sowie bei Schiffbau und Navigation. Ein wichtiges Entscheidungsgremium ist der „Gesellschaftliche Rat für die Entwicklung des Nördlichen Seewegs“.

Quelle: gtai

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