USA wollen bei Offshore-Wind stark zulegen

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An der Ostküste warten Offshore-Windkraftfelder von insgesamt 28 Gigawatt auf ihren Baustart. Was den Auftraggebern teilweise fehlt, sind die behördlichen Genehmigungen.

Offshore-Windenergie befindet sich im Aufschwung. So werden die Windkapazitäten allein an der Ostküste kurz- bis mittelfristig um 28 Gigawatt ansteigen. Zu dieser Einschätzung gelangte Wood Mackenzie im Rahmen einer Untersuchung, die im Auftrag der American Wind Energy Association (AWEA) , der National Offshore Energy Industries Association (NOIA) , der New York Offshore Wind Alliance (NYOWA) sowie der Special Initiative on
Offshore Wind (SIOW) durchgeführt wurde.

Damit die Projekte starten können, muss die US-Regierung aktiv werden. Dazu gehört die Verpachtung der während der Obama-Regierung festgelegten und genehmigten Offshore-Standorte in den US-Territorialgewässern. Weiterhin steht die Genehmigung der Federal Energy Regulatory Commission (FERC) zum Anschluss der noch zu errichtenden
Offshore-Kapazitäten an das Fernübertragungsnetz aus. Wie es David Hayes von der New York University of Law in einer Telekonferenz des Atlantic Concil ausdrückte, sei das Verhältnis zwischen der FERC und den für die Energieerzeugung zuständigen Bundesstaaten nicht ganz ungetrübt.

Aber auch die Bundesstaaten müssen ihre Hausaufgaben erledigen, fehlt es doch an Abstimmung untereinander. Eine engere Zusammenarbeit sei aber notwendig, um den Netzausbau, insbesondere die Stromfernübertragung über die Grenzen der einzelnen Bundesstaaten hinweg unter Berücksichtigung der steigenden Anteile an erneuerbaren Energien hinzubekommen. "Politische Entscheidungsträger auf Bundes- und Staatenebene haben jetzt den Schlüssel zur Potenzialerschließung in der Hand", meinte in diesem Zusammenhang Laura Morton, Senior Director of offshore Wind bei AWEA. "Wir stehen an einer historischen Schwelle, die sich nur selten bietet. Vorerst bleiben die USA bei der
Nutzung der Offshore-Windtechnologie hinter anderen Ländern zurück.“

Planungs- und Netzaufschaltungsverfahren beziehen sich auf insgesamt 2 Millionen Hektar in den USTerritorialgewässern entlang der Bundesstaaten Massachusetts, Rhode Island, Connecticut, New York, New Jersey, Delaware, Maryland, Virginia, North- und South Carolina, aber auch von Teilen Kaliforniens. Joe Martens, Direktor der New York Offshore Wind Alliance, mahnt daher, "es sei an der Zeit, dass die US-Regierung mit der gleichen Dringlichkeit handeln würde wie es die Bundesstaaten bereits tun".

Quelle: gtai

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