SMM 2021: Neuer Spin für die maritime Transformation

Hamburg Messe und Congress GmbH / Michael Zapf

Die SMM bringt alle zwei Jahre Branchenvertreter aus aller Welt zusammen. Die Voraus-Pressekonferenz stand ebenfalls ganz im Zeichen der Auswirkungen des Virus. Führende Experten bewerteten die aktuelle Situation in der Industrie und die Folgen für die Key-Topics Green Shipping und Digitalisierung.

Mindestabstand wahren, Atemschutzmaske tragen, Menschenansammlungen meiden: Das Coronavirus hat unser Leben in kürzester Zeit auf den Kopf gestellt.

Das galt auch für die Voraus-Pressekonferenz zur SMM, der internationalen Leitmesse der maritimen Wirtschaft: So begrüßte Hamburgs Messechef Bernd Aufderheide seine Gäste in diesem Jahr nicht physisch, sondern im digitalen Raum. Per Videochat waren ihm die Panelteilnehmer sowie mehrere Dutzend hochkarätige Medienvertreter aus aller Welt
zugeschaltet. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress ging zunächst auf die Verschiebung der SMM ein. „Die immer noch sehr dynamische Entwicklung der Pandemie sowie die damit einhergehenden Verbote von  Großveranstaltungen haben uns dazu bewogen, die SMM auf Februar 2021 zu verschieben. Die überwiegende Mehrheit der Aussteller zieht bei dem neuen Termin mit. Wir bekommen viel positives Feedback. Das bestärkt uns darin, richtig gehandelt zu haben“, so  Aufderheide. Der Messechef blickt optimistisch in die Zukunft: „Gemeinsam werden wir diese Krise überwinden und eine SMM veranstalten, die den gewohnt hohen Standards entspricht.“

Den Anspruch, die gesamte Wertschöpfungskette der maritimen Wirtschaft abzubilden, spiegelt bereits das Panel im Rahmen der Voraus-Pressekonferenz. Von Reedern über Zulieferer bis zur Klassifikationsgesellschaft – auf dem digitalen Podium saßen führende Repräsentanten der Schlüsselsektoren. Das bestimmende Thema: Corona und seine Auswirkungen auf die maritime Transformation.

Die maritime Industrie sieht sich mit dem Klimawandel, der Digitalisierung und jetzt zusätzlich mit der Coronakrise konfrontiert. Veränderungen, die „ein ähnliches Ausmaß erreichen werden wie der Wechsel vom Segel- zum Dampfschiff“, sagte Martin Stopford, Präsident von Clarkson Research. Man dürfe dabei nicht übersehen, dass sich das Handelswachstum bereits vor Corona verlangsamt habe. „Wir treten in eine Ära ein, in der die Globalisierung nicht mehr das dominante Thema ist. Ich bin mir sicher, dass wir mehr Kurzstreckenseeverkehr und lokale Fertigung erleben werden", so Stopford.

Er hält drei Szenarien für die Schifffahrt nach Corona für möglich: Im besten Fall nimmt der Seehandel im Jahr 2023 wieder zu und wächst um 3,2 Prozent Das zweite Szenario sieht eine ausgedehnte Rezession mit einem Rückgang des Welthandels um ein Prozent zwischen 2020-2024 und ein anschließendes Wachstum von 2,2 Prozent vor. „Im letzten und schlimmsten Fall kommt es zu einer ausgedehnten Rezession mit einem Rückgang des Seehandels um 17 Prozent bis 2024“, prophezeit Stopford.

In der Brennstofffrage rechnet der renommierte Schifffahrtsexperte mit drei  Innovationswellen. „Diesel ist ein wunderbarer Stoff, und es wird nicht einfach sein, ihn zu ersetzen“, sagte Stopford. Zunächst werde es optimierte Schiffe mit konventionellem Antrieb geben. Daraufhin folgen in der zweiten Welle Gas- und Hybrid oder Elektroschiffe mit niedrigen Emissionen, fortschrittlichen digitalen Systemen und Batterien. Die letzte Welle bringe schließlich Zero-Emission-Schiffe, die mit Brennstoffzellen fahren.pro Jahr.

Unsere Mitglieder können die vollständige Pressenotiz anfordern bei

Verena Röschmann, VDMA, Marine Equipment and Systems
Tel.: +49 40 507 207-11, E-Mail: verena.roeschmann@vdma.org

oder alle Newsletter-Unterlagen gesammelt anfragen mit dem Antwortbogen, der dem letzten Artikel des Rundschreibens beigefügt ist.