VDMA-Positionspapier: "Ein Neustart für Europa"

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Bausteine für ein resilientes Europa in und nach der Corona-Krise

Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat auch den Maschinenbau getroffen und wird nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig eine Herausforderung für die Unternehmen darstellen. Kurzfristig haben die Disruption von Lieferketten durch Transport und Reisebeschränkungen sowie die Ausfälle von Lieferanten bereits Wirkung gezeigt. 45 Prozent der Unternehmen melden merkliche oder gravierende Auftragseinbußen oder Stornierungen.

Auch die Lieferketten sind unter Druck, vor allem in Europa: Mehr als 90 Prozent der Maschinenbauer berichten von angebots- und nachfrageseitigen Störungen. Über die kurzfristige Perspektive hinaus ist zu erwarten, dass die Schocks auf Angebots- und Nachfrageseite sowie strukturelle Veränderungen in Beschaffungs- und Absatzmärkten das Umfeld für die Unternehmen ändern werden. Der Mix aus schwacher Weltwirtschaft, fehlender Auslastung und Unsicherheit in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik wird die Situation auch langfristig beeinflussen. Den Unternehmen fehlt daher nicht nur Liquidität, sondern vor allem Planungssicherheit für Innovationen und Investitionen.

Damit sehen sich die Unternehmen jetzt drei Transitionsprozessen gegenüber: Dem digitalen Wandel, dem Umbau zu einer nachhaltigen Wirtschaft und nun dem Überstehen der Corona-Krise. Damit dies gelingen kann, muss schnellstmöglich wieder ein stabiles und verlässliches Umfeld für langfristig nachhaltiges Wachstum geschaffen werden. Die nationalen Alleingänge, Grenzschließungen und protektionistischen Maßnahmen der EU-Mitgliedstaaten zu Beginn der Pandemie haben die wirtschaftlichen Schwierigkeiten verschärft und das Vertrauen in eine gemeinsame europäische Antwort auf die Krise zerstört. Dies darf sich nicht wiederholen. Im Gegenteil: Europa muss jetzt gestärkt werden, um einen erfolgreichen Neustart zu schaffen. Es gilt jetzt, das Ruder herumzureißen und diese besondere Krise zu nutzen, den Blick nach vorn zu lenken, Europa voranzubringen und neue, europäische Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Unsere Mitglieder können das neue VDMA-Positionspapier, in dem der VDMA seine wesentlichen Forderungen in einem 5-Punkte-Plan zusammenfasst, anfordern bei

Verena Röschmann, VDMA, Marine Equipment and Systems
Tel.: +49 40 507 207-11, E-Mail: verena.roeschmann@vdma.org

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