Markt für Flüssigkeitspumpen in Russland wächst

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Der wichtigste Abnehmer von Flüssigkeitspumpen ist die Öl- und Gasindustrie; auf sie entfällt etwa die Hälfte aller Verkäufe in Russland.

Die Nachfrage nach Flüssigkeitspumpen in Russland steigt. Wichtige Abnehmer wie die Ölindustrie, kommunale Abwasserverbände und die Bauwirtschaft setzen dabei gern auf deutsche Lösungen.

Die Analyseagentur Busines Stat rechnet bis 2023 mit einem jährlichen Wachstum der Absatzmenge an Pumpen um bis zu 17,4 Prozent auf 215,5 Millionen Stück. Etwa 96,3 Prozent der Verkäufe sind Flüssigkeitspumpen. In den nächsten Jahren müssen viele Pumpen ausgetauscht werden, die ihre maximale Lebensdauer erreicht haben. Bei Neuanschaffungen haben Lösungen zur Effizienzsteigerung oberste Priorität.

Der wichtigste Abnehmer von Flüssigkeitspumpen ist die Öl- und Gasindustrie; auf sie entfällt etwa die Hälfte aller Verkäufe in Russland. Von Januar bis Oktober 2019 stieg die Ölförderung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,2 Prozent auf 466 Millionen Tonnen. Bis Jahresende könnte der Förderrekord von 556 Millionen Tonnen aus dem Vorjahr noch eingestellt werden. Trotz hoher Förderkosten von bis zu 40 US-Dollar pro Fass ist das Potenzial hoch. In den kommenden 33 Jahren können bis zu 11 Milliarden Tonnen Öl rentabel ausgebeutet werden. Zudem werden Russlands arktische Reserven auf 7,3 Milliarden Tonnen Öl geschätzt.

Die Mitglieder des Kartells OPEC+ einigten sich im Dezember 2019 darauf, ihre Fördermenge ab Jahresbeginn 2020 insgesamt um weitere 500.000 Barrel pro Tag zu senken. Russland konnte bei den Verhandlungen durchsetzen, dass das bei der Ölförderung gewonnene Gaskondensat nicht mehr einberechnet wird. Dadurch sinkt die russische Fördermenge um 8 Prozent. Das ermöglicht Russland die Einhaltung der festgelegten Quote.

Russlands größter Ölkonzern Rosneft hat ehrgeizige Erschließungspläne und erweitert seinen Arktis-Cluster um drei neue Öl- und Gasfelder auf der Halbinsel Taimyr in der Region Krasnojarsk. Gazprom Neft und der spanische Konzern Repsol gründen ein Joint Venture zur Förderung von Öl und Gas im Autonomen Bezirk der Chanten und Mansen. Tatneft steigert 2020 seine Investitionen in die Förderung von hochviskosem Öl um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 311 Millionen Euro.

Da die russische Ölbranche ein Ziel der Sanktionen der Europäischen Union (EU) und der USA ist, unterliegen bestimmte Pumpenarten Lieferverboten bei Erschließungs- und Förderarbeiten im Offshore-Gebiet nördlich des Polarkreises, in einer Wassertiefe von mehr als 150 Metern oder für die Schieferölgewinnung.

Grundsätzlich ist für die Ausfuhr der in der Liste genannten Produkte nach Russland eine Genehmigung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) notwendig.

Quelle: gtai

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