"Ein klimaneutrales Europa braucht Power-to-X“

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Der „Green Deal“ der Europäischen Kommission sieht vor, dass Europa im Jahr 2050 der erste klimaneutrale Kontinent ist. Damit dies nicht nur eine kühne Vision bleibt, ist der Einsatz der Power-to-X Technologie dringend erforderlich. In der Technologie liegen große Exportchancen für deutsche Unternehmen.

Nürnberg, 6. Februar 2020 – Ohne die Umwandlung von grünem Strom in andere Energieformen wie Gas oder Flüssigbrennstoffe (Power-to-X) wird die EU ihr Klimaziel nicht erreichen. „Die EU muss Power-to-X als Lösungsmöglichkeit in den Green Deal einbeziehen und klare Wege hin zum Einsatz von CO2-neutralen Kraftstoffen aufzeigen. Aktuell verhindern die Gesetze der Mitgliedsstaaten die kosteneffiziente Produktion von solchen eFuels“, sagte Dr. Uwe Lauber, CEO von MAN Energy Solutions und Vorsitzender VDMA Motoren und Systeme im Rahmen der Mitgliederversammlung des Fachverbands in Nürnberg.

Die Europäische Kommission hat mit ihrem „Green Deal“ in Brüssel ambitionierte Pläne vorgestellt: Europa soll als erster Kontinent bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Der Green Deal soll neben der gesetzlichen Verankerung der Klimaziele verschiedene Maßnahmenpakete umfassen, um die Klimaneutralität zu ermöglichen und gleichzeitig industriepolitische Chancen zu generieren. Neben der Sektorenkopplung, Änderungen in der Energiebesteuerung und Strategien für eine nachhaltige Mobilität ist auch die Förderung nachhaltiger alternativer Kraftstoffe angedacht. In diesem Zusammenhang ist auch der vom ersten EU-Vizepräsidenten, Frans Timmermans, formulierte „Traum“ der Partnerschaft mit Nordafrika zu sehen, dort Wasserstoff zu produzieren und mittels bestehender Infrastruktur nach Europa zu transportieren. So kann auch aus Sicht der Industrie eine umfassende Energiewende gelingen.

Wettbewerbsfähigkeit durch klimafreundlichen Rechtsrahmen
Gegenwärtig können allerdings weder grüner Wasserstoff noch daraus hergestellte synthetische, klimaneutrale eFuels im Wettbewerb mit fossilen Kraftstoffen bestehen. „Um eFuels wettbewerbsfähig zu produzieren, ist es notwendig, die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben in den EU-Mitgliedstaaten anzupassen. Klare Rahmenbedingungen und damit Sicherheit für die Unternehmen müssen gegeben sein, da sonst dringend notwendige Investitionen ausbleiben“, betonte Lauber.

Der VDMA und seine Mitglieder aus der Industriemotorenbranche setzen sich bereits seit Längerem beispielsweise für die Maritime Energiewende ein, die eine klimaneutrale Schifffahrt zum Ziel hat. Die Technologie-Roadmap sieht hier neben der Hybridisierung und dem Einsatz von LNG-Gasmotoren insbesondere den sukzessiven Austausch fossiler Kraftstoffe durch eFuels vor. „Als Motorenbranche sehen wir das enorme Potenzial, das die Power-to-X Technologie für die Schifffahrt bietet. Mit im Power-to-X Verfahren hergestellten eFuels ist die Maritime Energiewende möglich – dafür werben wir“, sagte Reiner Rößner, Vertriebsleiter bei MAN Truck & Bus und Gastgeber der Mitgliederversammlung des Fachverbands.

Die vollständige Pressenotiz des Fachverbands Motoren und Systeme im VDMA e.V. können Sie unten stehend herunter laden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an

Désirée Kalkowski, VDMA, Motoren und Systeme
Tel.: +49 69 6603-1184, E-Mail: desiree.kalkowski@vdma.org

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