Wind ist zweitwichtigster Energieträger für Brasiliens Stromsektor

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Windenergie hat sich in Brasilien etabliert und gewinnt immer weiter an Bedeutung. Hybridkraftwerke sowie Offshore-Projekte können zukünftig zusätzliche Chancen eröffnen.

Windenergie spielt eine immer wichtigere Rolle in Brasiliens Stromsektor. Im April 2019 löste Wind Bioenergie als zweitwichtigster Energieträger zur Stromerzeugung ab.

Im August 2019 waren bei der Stromregulierungsbehörde Agência Nacional de Energia Elétrica (Aneel) 616 Windparks mit einer Gesamtleistung von 15,1 Gigawatt installiert, 15 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Laut Branchenverband Associação Brasileira de Energia Eólica  (ABEEólica) befinden sich weitere 4,6 Gigawatt im Bau.

Brasilien ist Ende 2019 der achtgrößte Markt für Windenergie weltweit. Der Nordosten bietet hervorragende natürliche Bedingungen, die sich mit jenen europäischer Offshore-Gebiete messen können. Neben den technologiespezifischen Ausschreibungen für den gebundenen Markt stimuliert der freie Strommarkt die Nachfrage nach neuen Projekten.

Investoren wie beispielsweise Neoenergia der spanischen Iberdrola Gruppe gehen von einem starken Wachstum aus und ziehen die Errichtung geplanter Projekte vor. Umweltaspekte spielten in der Entscheidung für den freien Markt bislang eine untergeordnete Rolle, gewinnen jedoch an Bedeutung. Ein Anzeichen dafür ist die steigende Nachfrage nach Grünstromzertifikaten.

Jedes International Renewable Energy Certificate (I-REC) entspricht einer Megawattstunde Strom, die aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wurde. Allein im ersten Quartal 2019 wurden eine halbe Million Zertifikate vergeben. Nur China erteilt mehr IRECs.

Zusätzliche Chancen für deutsche Unternehmen können sich durch die Entwicklung des Offshore-Segments oder in der Marktnische Kleinwindanlagen für Inselsysteme ergeben.

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Quelle: gtai