Deutsch-Norwegische Kooperation verstärkt bei maritimer Industrie 4.0

VDMA: Dr. Dominik Rohrmus, Siemens/LNI4.0 bei seinem Vortrag vor den norwegischen und deutschen Experten

Eine Delegation maritimer Zulieferer mit „digitalen Ambitionen“ besuchte vom 7. – 10. Oktober Norwegen. Die Reise unter dem Titel „Industrie 4.0 und Digitalisierung in der maritimen Industrie“ wurde initiiert und begleitet vom VDMA – Marine Equipment and Systems und durchgeführt von der AHK Norwegen mit finanzieller Unterstützung des BMWi.

Am 08. Oktober 2019 trafen sich die Industrievertreter direkt im „Norwegian Maritime Competence Center“ in Ålesund, im Herzen des westnorwegischen Schiffbauclusters. Dieses Forschungs- und Entwicklungszentrum verfügt über eine Ausstattung, die wohl im Weltmaßstab einzigartig ist und die nicht nur die deutschen Delegationsteilnehmer ins Schwärmen brachte.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Ausloten der möglichen Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen den deutschen und norwegischen Experten, Unternehmen und Institutionen. Individuelle Einzeltermin für die nach Norwegen gereisten Firmen schlossen sich an. Auch hier standen meist Potenziale im Umfeld der maritimen Digitalisierung im Fokus – ein Bereich, den die Hersteller wie auch die Reedereien in Norwegen mit großem Elan und Unternehmergeist angehen. Eine weitere wichtige Erkenntnis für die Mitreisenden war die Devise der Norwegischen maritimen Branche, die zunächst auf Kooperation setzt, und erst in zweiter Linie die Konkurrenzsituation beachtet. Gerade für die Entwicklung im digitalen Bereich scheint diese Geschäftsmentalität den Norwegern einen deutlichen Startvorteil zu verschaffen. Hier könnten sich nicht wenige deutsche Unternehmen und Institutionen, die allzu oft Risiken und Bedenken der Digitalisierung in den Vordergrund stellen, „eine Scheibe abschneiden“.

Auch die im VDMA vorangetriebene Standardisierungsinitiative „MTP im Schiffbau“ wurde kompetent durch die extra angereisten Vertreter der Hochschule Flensburg präsentiert und stieß bei den Norwegern auf sehr gute Resonanz. Eine deutlich intensivere Zusammenarbeit der Unternehmen beider Nationen in diesem Feld wird im Nachgang zu dieser erfolgreichen Delegation folgen.

Für weitere Fragen steht Herr Hauke Schlegel vom VDMA – Marine Equipment and Systems, der die Reise begleitete, als Ansprechpartner zur Verfügung.

 

 

VDMA

Im Rahmen des Projektes wurde eine 108seitige Zielmarktanalyse angefertigt, mit einer Vielzahl detaillierter und aktueller Informationen zum norwegischen Schiffbaumarkt. Diese stellen wir unseren Mitgliedsfirmen sehr gern auf Anforderung zur Verfügung. Außerdem senden wir das Tagungsprogramm vom 8.10. in Ålesund sowie die Präsentationen der norwegischen und deutschen Referenten auf Anforderung gern zu.  (Wir bitten in diesem Falle um entsprechende Rückmeldung per E-Mail an verena.roeschmann@vdma.org).