Taiwan bietet Geschäftsmöglichkeiten bei Windenergie

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Gute Rahmenbedingungen ziehen internationale Firmen an

Der Windkraftsektor in Taiwan bietet vielversprechende Perspektiven. Auch deutsche Technologie und Expertise sind beim Ausbau gefragt. Sorgen bereitet der Mangel an Fachkräften.

Die taiwanische Regierung plant in den kommenden Jahren den massiven Ausbau erneuerbarer Energien. Im Bereich Windkraft sind bereits mehrere deutsche Firmen vor Ort aktiv. So erhielt der Projektentwickler WPD schon 2018 den Zuschlag für den Bau des Yunlin-Vorhabens, eines Offshore-Windparks circa acht Kilometer vor der Westküste. Unternehmensmeldungen zufolge hält WPD 73 Prozent der Anteile. Der Abschluss der Finanzierungsvereinbarungen ("Financial Close") erfolgte Ende Mai 2019, die Fertigstellung ist für Ende 2021 vorgesehen.

Das Vorhaben umfasst Investitionen von rund 3 Milliarden US-Dollar (US$), die Kapazität wird sich auf 640 Megawatt (MW) belaufen. Darüber hinaus hat WPD den Zuschlag für das 350-MW-Projekt Guanyin erhalten. Taiwan nimmt in der globalen WPD-Wachstumsstrategie eine bedeutende Rolle ein, die Firma ist mit rund 90 Mitarbeitern vor Ort vertreten.

Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) liefert 80 Turbinen an das Vorhaben in Yunlin und wird für 15 Jahre die Wartung übernehmen. Darüber hinaus stellt SGRE 111 Turbinen - ebenfalls kombiniert mit einem Servicevertrag - für das Projekt Greater Changhua 1 & 2 bereit, das von der dänischen Firma Orsted umgesetzt und eine Kapazität von 900 MW aufweisen wird.

Weitere deutsche Firmen haben das Potenzial des Marktes für Windkraft entdeckt und weiten ihre Aktivitäten vor Ort aus. So ist die Firma ONP Management seit 2016 auf der Insel aktiv und hat dort 2018 eine Niederlassung gegründet. Sie soll Kunden aus Japan oder Südkorea bei der Entwicklung, Finanzierung sowie dem Bau und Betrieb von Offshore-Windparks unterstützen.

Auch Energie Baden-Württemberg (EnBW) stuft Taiwan als strategisch wichtigen Markt ein. Aus diesem Grund eröffnete EnBW im März 2019 eine eigene Repräsentanz. Das  Unternehmen entwickelt gemeinsam mit Partnerfirmen drei benachbarte Offshore-Vorhaben in der Region Changhua, die über Kapazitäten von bis zu 2.000 MW verfügen. EnBW hat Anteile in Höhe von 37,5 Prozent am Projekt Formosa 3 erworben und bereitete Vorhaben
für die 2020 anstehende dritte Versteigerung von Offshore-Kapazitäten vor.

Quelle: gtai

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