Zweiter Förderaufruf für LNG-Antriebe bei Seeschiffen gestartet

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Antragseinreichung bis 18.12.2019 möglich!

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur veröffentlichte am 25.09.2019 den zweiten Förderaufruf. Die Bedingungen wurden im Vergleich zum ersten Aufruf deutlich verändert; so ist die umstrittene 50-Prozent-Regelung in europäischen Gewässern auf 20 Prozent gesenkt worden und die Zuschüsse wurden als nicht-rückzahlbarer Zuschuss gestaltet.

Es erfolgte ferner eine Begrenzung auf 7 Mio. Euro pro Schiff.

Ziel der Förderrichtlinie ist es, die Einführung von verflüssigtem Erdgas (LNG) in der deutschen Schifffahrt voranzutreiben. Durch die Förderung sollen gezielte Anreize zur Diversifizierung der Kraftstoffbasis und Nutzung von Erdgas als Schiffskraftstoff, insbesondere im Bereich der deutschen Häfen und europäischen Gewässer, gesetzt werden, um hier erhebliche
Vorteile für den Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz zu realisieren.

Der Zweite Förderaufruf zur Antragseinreichung ergänzt die Regelungen der LNG-Förderrichtlinie in der jeweils gültigen Fassung. Er gilt für Förderanträge für Projekte, die nachweislich dem Zweck einer Aus- bzw. Umrüstung des Hauptantriebs von Seeschiffen gemäß Nr. 2 a) oder 2b) der LNG-Förderrichtlinie dienen.

Zur Antragstellung aufgerufen werden Vorhabenträger, die eine Aus- bzw. Umrüstung für einen reinen LNG-Betrieb oder für einen sog. Dual-Fuel-Betrieb beabsichtigen. Sofern die Aus- bzw. Umrüstung des Hauptantriebs eines Seeschiffs nach Nr. 2 a) oder 2 b) der Richtlinie gefördert wird, sind auch Hilfsmaschinen und für einen LNG-Betrieb notwendige Hilfssysteme (z.B. Tank / Tankperipherie, kryogene und membranbasierte Systeme, Bunkersysteme, Wasser-Glykol-Systeme, Gasleitungs- und -regelungssystem, LNG-bedingte Stahl-, Rohrleitungs- und Einbauten, Elektronik, Steuerungs- und Regelungstechnik, Sicherheitssysteme, LNG-bezogene Hilfssysteme zur Energieversorgung an Bord) zuwendungsfähig.

Mitglieder können die Richtlinie vom 17. August 2017 sowie den Zweiten Aufruf zur Antragseinreichung angefordern bei

Verena Röschmann, VDMA, Marine Equipment and Systems
Tel.: +49 40 507 207-11, E-Mail: verena.roeschmann@vdma.org

oder gesammelt mit allen Newsletter-Anfragen mit dem Antwortbogen angefragt werden, der dem letzten Artikel des Rundschreibens beigefügt ist.