Murmansk wird zum Drehkreuz für Russlands Arktispläne

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Die Halbinsel Kola soll zur Ausgangsbasis für die Erschließung der russischen Arktis werden. Parallel dazu wird die Diversifizierung der regionalen Wirtschaft vorangetrieben.

Russlands Plan zur Erschließung der Arktis rückt das auf der Halbinsel Kola gelegene Gebiet Murmansk in den Fokus.

Die Region ist etwa doppelt so groß wie Bayern, hat aber nur so viele Einwohner wie Frankfurt am Main. Auch wenn die Wirtschaftsleistung erst auf dem Niveau der Stadt Potsdam liegt, hat Murmansk eine große Zukunft vor sich. Sie ist zwar eine der nördlichsten Großstädte der Welt, doch sind die Straßen- und Schienenwege dorthin schon jetzt gut ausgebaut. Das 4G-Mobilfunknetz funktioniert bestens. Im Frühjahr 2019 hat Premierminister Dmitri Medwedew Andrej Tschibis als neuen Gouverneur in Murmansk eingesetzt, um die Entwicklung der Halbinsel schneller voranzutreiben.

Mitte Juni 2019 besuchte die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK Russland) mit einer Unternehmerdelegation die Region. Vize-Gouverneurin Soja Sandshijewa betonte im Gespräch mit den deutschen Firmenvertretern, dass Murmansk bisher vor allem Kontakte nach Finnland, Norwegen und Schweden pflege, jedoch gern die Zusammenarbeit mit Deutschland ausbauen möchte.

Die dank des Golfstroms eisfreie Kola-Bucht könnte zum Logistikhub für die Erschließung der Arktis werden. Das Projekt sieht vor, die Nordostpassage (Nördlicher Seeweg / Polare Seidenstraße) zu einem ganzjährig nutzbaren Seeweg auszubauen. Der Hafen Murmansk in der Kola-Bucht dient dabei als Basisstation zur Belieferung russischer Arktishäfen wie Sabetta, Dikson oder Chatanga und der Offshore-Bohrinseln. Russlands Industrieministerium will die dortigen Werftbetriebe zu einem Cluster für Schiffsreparaturen zusammenschließen.

Quelle: gtai

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