Frischer Wind bläst dem polnischen Schiffbau in die Segel

Shutterstock

Werften produzieren zunehmend für Offshore-Farmen

Der Schiffbau in Polen will zu alter Größe zurück finden. Die Werften in Danzig und Stettin wollen gemeinsam Aufträge gewinnen.

Die Stocznia Gdanska S.A. (Danziger Werft AG) und die Stocznia Szczecinska (Stettiner Werft) vereinbarten Anfang 2019, bei der Wiederbelebung und Entwicklung des polnischen Schiffsbaus zu kooperieren. Die beiden großen Ostseewerften wollen sich künftig zusammen um Aufträge bewerben und diese durchführen.

Im 2. Halbjahr 2018 war die Stocznia Gdanska in inländische Hände zurückgekehrt. Gesellschaften der Gruppe der Agencja Rozwoju Przemyslu (ARP, Agentur für Industrieentwicklung) hatten 81,1 Prozent der Aktien und 50 Prozent der Anteile an der Tochtergesellschaft von Stocznia Gdanska, GSG Towers Sp. z o.o., übernommen. Ziel der Transaktion ist, Schiffbaukompetenzen aufzubauen und die vorhandenen Kenntnisse zum Bau von Windradmasten zu nutzen.

In Gdansk (Danzig) befinden sich die größten Kapazitäten des Landes für Onshore-Windradmasten (26 Stück/Monat). Stocznia Gdanska und GSG Towers beschäftigen insgesamt 860 Personen. GSG Towers will sich auch im Offshore-Bereich engagieren. Das Unternehmen unterzeichnete im Februar 2019 mit der norwegischen Aker Solutions einen Vertrag über die Montage großformatiger Stahlkonstruktionen für Erdölplattformen.

Die Offshore-Windenergie soll laut dem Stellvertretenden Vorsitzenden der ARP, Andrzej Kensbok, zu einem wichtigen Standbein für die polnischen Werften werden. Die Errichtung der ersten polnischen Offshore-Windparks in der Ostsee wird zurzeit vorbereitet.

Unsere Mitglieder können den vollständigen Artikel anfordern bei

Verena Röschmann, VDMA, Marine Equipment and Systems
Tel.: +49 40 507 207-11, E-Mail: verena.roeschmann@vdma.org

Quelle: gtai