Vereinigtes Königreich investiert kräftig in Offshore-Windparks

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Der Ablauf diverser Förderprogramme und der bevorstehende Brexit können die gute Entwicklung auf dem britischen Windmarkt nicht bremsen. Die Offshore-Projektpipeline ist gut gefüllt.

Die Briten haben sich vorgenommen, den Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch bis 2020 auf insgesamt 15 Prozent zu steigern. Strom soll zu rund 30 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammen (vor allem Windkraft). Nach den jüngsten verfügbaren Angaben von Eurostat lag der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2017 bei 10,2 Prozent. Die Kommission für Energie und
Klimawandel (Energy and Climate Change Commitee) warnte die Regierung bereits im Jahr 2016, dass das Gesamtziel bis 2020 wohl nicht erreicht wird. Nur bei der Stromerzeugung werden die Ziele voraussichtlich überschritten. Im Jahr 2018 machten erneuerbare Energien circa ein Drittel der Stromerzeugung aus, etwa die Hälfte davon aus Windkraft (17 Prozent der Stromerzeugung).

Mit einer installierten Gesamtkapazität von gut 19 Gigawatt (Gigawatt) lag das Vereinigte Königreich nach dem jüngsten Ranking des Global Wind Energy Council (GWEC) im weltweiten Vergleich im Jahr 2017 auf Platz sechs (Onshore und Offshore). Im Segment Offshore sind die Briten mit rund 7 Gigawatt Kapazität weltweit führend. Nach Berechnungen des GWEC wurden 2017 rund 36 Prozent der weltweiten Offshore-Kapazitäten im Vereinigten Königreich installiert.

2021 sind Investitionen im Wert von 900 Millionen Pfund Sterling (mehr als eine Milliarde Euro) in die Energiewirtschaft geplant. Schwerpunkt der Förderung ist die weitere Kostensenkung von erneuerbaren Energiequellen. Auch Innovationen wie schwimmende Windanlagen gewinnen als Zukunftsfeld an Interesse.

Sechs große private Energieversorger (the big six) dominieren den Markt. Dabei handelt es sich um British Gas, EDF Energy, E.ON UK, Npower (Konzernmutter: RWE), Scottish Power (Konzernmutter: Iberdrola) und SSE. Zu den kleineren Energieversorgern gehören Co-operative Energy, First Utility, Utilita und Utility Warehouse, Green Star Energy, Bulb.

Der britische Windmarkt bleibt auch für die kommenden Jahre attraktiv. Dies belegt auch der aktuelle Renewable Energy Country Attractiveness Index (RECAI) des Beratungsunternehmens EY. In der letzten Ausgabe des Länderrankings vom Herbst 2018 kam das Vereinigte Königreich im Gesamtranking für alle erneuerbare Energiequellen
auf den achten Platz. Für Offshore-Wind lagen die Briten auf dem Spitzenplatz, bei Onshore-Windkraft kamen sie auf Platz fünf. Laut der Studie gibt es beim Repowering von alten Anlagen sowie in der Merchant Wind Power, der Errichtung von Windanlagen auf Industriegeländen und Stromverkauf an die Grundeigentümer, gute Geschäftschancen.

Die Liste der bereits geplanten und zum Teil auch schon genehmigten Offshore-Projekte ist sehr lang. Die aktuelle Projektpipeline beläuft sich auf mehr als 12 Gigawatt.

Quelle: gtai

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