Indiens Offshore-Wind-Projekte

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Nach einer Flaute bekommt Indiens Windkraftmarkt wieder neuen Aufwind. Hierzu müssen aber auch die Engpässe im Übertragungsnetz beseitigt und Speicherkapazitäten aufgebaut werden.

Laut den Zielen der Regierung soll bis März 2022 die installierte Windkraftkapazität auf 60 GW ansteigen. Nachdem Ende 2018 zunächst 35 GW installiert waren, sollten somit jedes Jahr rund 6 GW hinzukommen. Hersteller von Windkraftturbinen in Indien sehen das Ziel als erreichbar an. Rustagi prognostiziert bis März 2022 eine Kapazität von 50 GW. Das auf 302 GW geschätzte Potenzial ist jedenfalls vorhanden.

Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien spitzt sich der Wettbewerb um die ertragreichsten Flächen zu. Mit der Erstellung einer Datenbasis der verfügbaren Flächen für Solar- und Windprojekte will das Ministry of New and Renewable Energy (MNRE) das vorhandene Potenzial mit der verfügbaren Übertragungskapazität in Einklang bringen und letzteres entsprechend ausbauen.

Beim Wettbewerb um neue Windkraftstandorte nimmt die Regierung jetzt auch die Küstengewässer ins Visier. Im April 2018 forderte MNRE Firmen zur Interessensbekundung für Indiens erstes 1-GW-Offshore-Projekt auf. Es meldeten sich 35 Bewerber, darunter renommierte Unternehmen wie Suzlon, Inox Wind, EON, Siemens und Senvion. Die Ausschreibung soll noch 2019 erfolgen. Angetrieben vom starken Windpotenzial an der West- und Südküste, strebt die Regierung Offshore-Installationen in Höhe von 5 GW bis 2022 und 30 GW bis 2030 an. Die technisch anspruchsvollen Vorhaben sind jedoch noch nicht ganz ausgereift und lassen sich nur langsam realisieren, werten Branchenvertreter.

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Quelle: gtai