Wirtschaftsausblick Mosambik

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Das rohstoffreiche, aber bitterarme Mosambik ist überschuldet und hofft auf die Erschließung eines riesigen Offshore-Gasfeldes. Wie stehen die Chancen?

Im Jahr 2019 ist in Mosambik mit einem Realwachstum von rund 3,4 Prozent zu rechnen. Die für das Land schwache Steigerungsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ist insbesondere einer schweren Liquiditäts- und Vertrauenskrise seit 2016 geschuldet. Immerhin sind erste Anzeichen einer Überwindung der Schuldenkrise zu verzeichnen. Ende November 2018 lobte der Internationale Währungsfonds (IWF) die Fortschritte bei der Konsolidierung der Wirtschaft und erste Schritte, die hohe Staatsverschuldung zu reduzieren.

Ziehen ab circa Mitte 2019 die Investitionen in die Erschließung der drittgrößten Erdgasvorkommen Afrikas im Rovuma-Becken an, dürfte das Wachstum ab 2020 auf rund 5 Prozent steigen. Mit Produktionsbeginn ab etwa 2024 dürfte das BIP-Plus bei mehr als 7 Prozent liegen. Ob dadurch der Entwicklungsstand des Landes gehoben wird, bleibt allerdings ungewiss. Die hohen realen Zuwachsraten 2001 bis 2015 mit einem Jahresdurchschnitt von 7,8 Prozent haben für das Gros der Bevölkerung kaum eine nennenswerte Verbesserung der wirtschaftlichen Lage gebracht.

Die Signale für einen Projektstart des Rovuma Area 1-Gasfeldes sind positiv. Mitte 2019 ist mit der endgültigen Investitionsentscheidung zu rechnen. Vorausgesetzt, die geplanten Gasprojekte werden umgesetzt, rechnet EIU bei den Bruttoanlageinvestitionen nach einem Minus von 12,5 Prozent im Jahr 2018 mit einem Plus von 8,2 Prozent 2019 und dann von 60 und 55 Prozent in den Folgejahren. Schwache Weltmarktpreise für Rohstoffe könnten
allerdings Investitionen in den Kohle- und Titanabbau sowie selbst den Erdgasexport (nochmals) verzögern.

Quelle: gtai

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Verena Röschmann, VDMA, Marine Equipment and Systems
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