Irland baut Verkehrsinfrastruktur aus

Shutterstock

Irland wendet von 2018 bis 2027 erhebliche Mittel für den Ausbau seiner Verkehrswege auf. Auch große Flug- und Seehäfen stehen vor einer Modernisierung. Ein neues Unterwasserkabel nach Frankreich kostet 1 Milliarde Euro.

Modernste internationale Verkehrsanbindungen sind für Irland unerlässlich. Das Land hat 2017 einen Warenexportüberschuss in Höhe von 14,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) generiert. Diese Rate ist fast doppelt so hoch wie in Deutschland (7,5 Prozent des BIP). Die Ausfuhr hat wesentlich dazu beigetragen, dass Irlands reales BIP zwischen 1997 und 2017 mehr als in jedem anderen Staat der Europäischen Union (EU) gestiegen ist (+188 Prozent).

Innerhalb einer Generation hat sich Irland so von einer strukturschwachen und stark auf den Binnen- sowie britischen Markt ausgerichteten Ökonomie zur äußerst offenen und exportstarken Wirtschaft gewandelt. Die Regierung will nun von 2018 bis 2027 insgesamt 4,8 Milliarden Euro in Flug- und Seehäfen investieren. In den kommenden drei bis vier Jahren stehen dabei der Ausbau der Flughäfen Dublin und Limerick-Shannon sowie die Modernisierung von Dockanlagen in der Hauptstadt und in Cork im Vordergrund.

Ein weiteres Großprojekt ist die Verlegung eines Unterwasserkabels zwischen der irischen und der  französischen Küste. Das "Celtic Interconnector" genannte Vorhaben soll 1 Milliarde Euro kosten und ab 2026 Strom leiten. Damit wäre Irlands EU-interne Anbindung an das kontinentaleuropäische Stromnetz nach dem für März 2019 terminierten Brexit erneut gegeben. Zudem ist das Kabel eine Voraussetzung, um Irlands großes Potenzial an Offshore-Windenergie für den Export zu nutzen. Dieses beläuft sich Schätzungen zufolge auf 30 Gigawatt.

Quelle: gtai

Unsere Mitglieder können den vollständigen Artikel anfordern bei

Verena Röschmann, VDMA, Marine Equipment and Systems
Tel.: +49 40 507 207-11, E-Mail: verena.roeschmann@vdma.org