Dänemark will die Offshore-Windenergie weiter ausbauen

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Dänemark will bis 2030 drei riesige Windparks weit draußen vor der Küste bauen. Die Gesamtkapazität soll 2,4 Gigawatt betragen.

Für einen Teil des Megaprojekts, eine 800-Megawatt-Anlage rund 50 Kilometer vor der dänischen Ostseeküste,
gibt es bereits erste Pläne. Ein konkreter Standort für die vorgesehenen 50 bis 70 Turbinen wurde zwar noch
nicht benannt, das Megaprojekt soll aber schon bald ausgeschrieben werden. Der Auftragnehmer könnte dann
im Laufe des Jahres 2021 feststehen. Zwei weitere Offshore-Windkraftstandorte mit einer Kapazität von jeweils
mindestens 800 Megawatt (MW) sollen 2021 und 2023 ausgeschrieben werden. Die Ausschreibungen werden
technologieoffen gestaltet.

Mit dem neuen Energieabkommen vom 29. Juni 2018 haben sich Regierung und Opposition in Kopenhagen über den Ausbau erneuerbarer Energien in Dänemark geeinigt. Ziel ist es, den Anteil regenerativer Quellen am Energiemix bis 2030 auf 55 Prozent auszubauen. 2017 lag der erneuerbare Anteil an der Stromversorgung bereits bei 43,4 Prozent. Windstrom verteuerte sich im selben Jahr um 8 Prozent, bei sinkenden Gestehungskosten. Die Kapazität jedes der drei neuen Parks soll die des bislang größten geplanten Windparks, Kriegers Flak, übertreffen.

Kriegers Flak erstreckt sich auf drei Teilgebiete, die jeweils in den ausschließlichen Wirtschaftszonen
Dänemarks, Deutschlands und Schwedens liegen. Die Windturbinen auf der dänischen Teilfläche verfügen über
eine Gesamtleistung von insgesamt knapp 605 Megawatt. Der Windpark wird erst 2021 voll in Betrieb sein. Der
erste Strom könnte jedoch bereits ab dem Frühjahr 2019 fließen. Die Seekabel wurden schon gelegt und innerhalb des Komplexes miteinander verbunden.

Quelle: gtai

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Verena Röschmann, VDMA, Marine Equipment and Systems
Tel.: +49 40 507 207-11, E-Mail: verena.roeschmann@vdma.org