Baltische Energieinfrastruktur wächst mit Europa zusammen

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Neues Unterseekabel für über 500 Millionen Euro in Prüfung

Estland, Lettland und Litauen verbinden ihre Energiemärkte mit Europa. Ferner soll bis 2020 ein
gemeinsamer baltischer Gasmarkt entstehen. Auch deutschen Firmen bieten sich dadurch Chancen.

Das Jahr 2025 wird für Estland, Lettland und Litauen ein bedeutendes Energiejahr: Dann werden die drei baltischen Staaten ihre historisch bedingte Stromanbindung an Russland beenden und stattdessen ihre Netze mit der Europäischen Union (EU) synchronisieren.

Bereits seit 2009 unterstützt die EU die regionale Vernetzung der Gas- und Strominfrastruktur im Ostseeraum,
im Verbundplan für den baltischen Energiemarkt (Baltic Energy Market Interconnection Plan; BEMIP). Mit EU-Mitteln wurden bereits Leitungen zur Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) finanziert, die Litauen
mit Polen (LitPol-Link) und Schweden (NordBalt) sowie Estland mit Finnland (Estlink 1 und Estlink 2) verbinden
und den Handel über die Strombörse Nord Pool ermöglichen.

Ein weiteres Unterseekabel könnte schon bald eine neue Großinvestition auslösen: Der Verband Europäischer
Übertragungsnetzbetreiber (European Network of Transmission System Operators for Electricity; ENTS-O) prüft
derzeit die Durchführbarkeit eines weiteren Stromkabels zwischen Litauen und Polen durch die Ostsee als Ergänzung zur bestehenden LitPol-Link-Landverbindung. Im August oder September 2018 soll das Ergebnis für die nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters etwa 560 Millionen Euro teure Stromleitung mit einer Kapazität von 500 Megawatt veröffentlicht werden.

Quelle: gtai

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Verena Röschmann, VDMA, Marine Equipment and Systems
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