Taiwans Schiffbau meldet gute Auftragslage

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Reedereien und Regierung investieren in Flottenerneuerung und -erweiterung

Die Reedereien und die Regierung in Taiwan geben viele neue Schiffe in Auftrag. Meist im Ausland gebaut, werden dafür spezifische Ausrüstung und Ausstattung geordert.

Taiwans Schiffbau hat sicherlich schon bessere Zeiten gesehen. Dennoch - unter den größten Standorten für Schiffbau stand das Land 2017 im internationalen Ranking auf Platz sechs. Zudem finden sich unter den zehn größten Schifffahrtslinien weltweit immerhin zwei heimische Reedereien. Die Evergreen Marine Corp. und die Yang Ming Marine Transport Corp. rangieren, gemessen auf Basis von TEU (twenty-foot equivalent unit), auf Platz sieben beziehungsweise acht.

Die Regierung will den Schiffbau beleben und die Position der Reedereien stärken. Personenfrachter und Handelsschiffe müssen erneuert werden, um Effizienz-, Sicherheits- und Umweltschutzaspekte zu verbessern. Im Blickpunkt steht zudem, die eigene Versorgung mit Schiffen zu sichern, die für die Verteidigung der Küsten eingesetzt werden können. Nicht zuletzt will Taipei die logistische Verbindung mit den Ländern Südostasiens ausbauen.

Laut UNCTAD baute Taiwan im Jahr 2017 Schiffe mit einer Bruttotonnage von insgesamt 550.500 BRT (Brutto-Registertonnen) (+17,6 Prozent). Damit lag die Insel einen Platz vor Deutschland, das Schiffe mit insgesamt 469.630 BRT herstellte (+9,0 Prozent).

Als Schiffbaunation und Sitz großer, international agierender Reedereien ist die Insel für deutsche Branchenausrüster interessant. Aus der Auftragsentwicklung für Handelsschiffe ist der Bedarf an Antriebs- und Steuerungstechnik, Innenausstattung und sonstiger Ausrüstung zu erschließen. Der Import und Export von kompletten Schiffen und Jachten ist zwischen Deutschland und Taiwan jedoch nicht besonders groß und verläuft in den letzten Jahren relativ einseitig Richtung Einfuhren durch Taiwan.

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Verena Röschmann, VDMA, Marine Equipment and Systems
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Quelle: gtai