Maritime Wirtschaft trifft sich auf der Asia Pacific Maritim 2018 in Singapur

Reed Exhibitions / Asia Pacific Maritime

Nachlese zur APM 2018, 14. – 16.03.2018, Singapur

Singapur ist immer noch der Hotspot für Schiffbau- und Schifffahrt, für Handel, Service und Finanzierung. 

Zwischen dem 14. und 16. März netzwerkten rund 16.000 Besucher mit 650 nationalen und internationalen Ausstellern auf der APM, der Messe für Schiffbau und Offshore Anwendungen, die 2018 bereits zum 15. Mal stattfand. 

Ein deutlich ausgebautes Konferenzprogramm fand parallel in fünf über die Messe verteilten Seminarräumen statt. Das diskutierte Themenspektrum deckte natürlich alle Facetten der Digitalisierung in der maritimen Industrie ab, u.a. "Wo können disruptive Geschäftsmodelle die maritime Wirtschaft überraschen". Maritime Finanzierung, zukünftige Kraftstoffe im Zusammenhang mit der maritimen Energiewende waren weitere Themen. Ein Workshop beschäftigte sich mit den ersten Erholungstendenzen auf dem Offshore-Öl- und -Gas-Markt. Ein besonderer Schwerpunkt war die Gewinnung von mehr Frauen in allen Bereichen der maritimen Industrie für die Branche.

Der deutsche Gemeinschaftstand mit 20 mittelständischen Firmen war umrandet von weiteren großen deutschen Unternehmen, die das Produktspektrum der maritimen Komponenten und Systeme insgesamt gut abbildeten. Weitere 17 kleinere nationale Gemeinschaftsstände repräsentierten ihre maritimen Unternehmen und Dienstleister. Die Idee, dass die europäischen Anbieter räumlich enger zusammenrücken, wurde auf der APM durch die Darstellung der europäischen Flagge erstmals angedeutet. Auch die gemeinsame Nutzung des österreichischen Catering-Angebots durch die deutschen Aussteller bringt die Netzwerke enger zusammen. 

Die Stimmung auf der APM war insgesamt vorsichtig optimistisch. Viele Unternehmen bedienen inzwischen Nischenmärkte und überbrücken damit die fehlenden Auftragseingänge aus den Stammmärkten. Insgesamt sehen die Firmen für den Schiffsneubau und auch für den Ersatzbedarf bei Offshore-Öl- und -Gas-Anlagen "Licht am Ende des Tunnels". Der kontinuierlich steigende Serviceanteil bei längerer Nutzungsdauer der maritimen Einheiten ist ein weiterer wichtiger Umsatzfaktor. 

In der Zwischenzeit wird aber das Produzieren nicht einfacher. Bei sinkenden Margen erhöhen sich, durch die sehr gute Konjunkturlage in vielen Teilen des Maschinen- und Anlagenbaus, die Kosten für Personal und vor allem für Material. Lieferschwierigkeiten bei allgemeinen Komponenten sind die derzeit die Regel.

Der private deutsche Gemeinschaftsstand wurde vom VDMA durch Dr. Jörg Mutschler begleitet.

Für weitere Informationen zur Messe oder zum deutschen Gemeinschaftsstand wenden Sie sich bitte an

Dr. Jörg Mutschler, VDMA, AG Marine Equipment and Systems,
Tel.: +49 40 507 207-15, E-Mail: joerg.mutschler@vdma.org