COP 23: Schifffahrtindustrie fordert eine „Maritime Energiewende“

MAN

• VDMA: Keine Alternative zu internationalem Klimaschutz • Stärkeres Engagement der IMO gefordert • Schifffahrt muss langfristig emissionsfrei werden

Bonn, 12. November 2017 – Die Schifffahrtindustrie muss ihren Teil zur globalen Klimawende beitragen. Ziel von Schiffbauern, Ausrüstern und Reedern muss eine „Maritime Energiewende“ sein, welche die Schifffahrt langfristig CO2-neutral und darüber hinaus emissionsfrei macht. Darin waren sich die Teilnehmer einer vom VDMA initiierten Podiumsdiskussion zur Dekarbonisierung der Schifffahrt auf der Weltklimakonferenz (COP 23) in Bonn einig. Zur Halbzeit der Konferenz stellt sich der Maschinenbau damit auch klar hinter die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens. „Eine Verzögerung der internationalen Klimaschutzbemühungen bedeutet, dass Investitionen in saubere Technologien zu einem späteren Zeitpunkt zu höheren Kosten nachgeholt werden müssen“, sagte Peter Müller-Baum, Geschäftsführer des VDMA Motoren und Systeme. „Das wäre für die Industrie von großem Nachteil“, betonte er. Müller-Baum bekräftigte die vom VDMA mit initiierte Forderung nach einer „Maritimen Energiewende“.

Die maritime Wirtschaft wird die ambitionierten Klimaziele des Abkommens von Paris allerdings nur mit entsprechenden Vorgaben der International Maritime Organisation (IMO) erreichen können, darin waren sich alle Beteiligten einig.

Der Maschinenbau versteht sich als Schlüsselindustrie in der Klimapolitik, weil seine Unternehmen andere Branchen mit effizienten und emissionsmindernden Technologien ausrüsten. Entsprechend kann der Maschinenbau einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Ziel des Pariser Abkommens - die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen - zu erreichen. Entscheidend dafür ist aber, dass entsprechende Vorgaben transparent und technologieneutral formuliert werden, damit Unternehmen verlässlich in den Klimaschutz investieren können.

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