Wenig neue Ölprojekte in Ghana

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In Ghanas Bergbau tut sich aufgrund des niedrigen Goldpreises derzeit nicht viel.

Im Öl- und Gasbereich hingegen kommt es 2017 noch zur Umsetzung größerer Projekte. Allerdings wurden diese bereits vor Jahren geplant. Der inzwischen niedrige Ölpreis sorgt für nachlassende Explorationstätigkeit. Für Zulieferer von Ausrüstungen bleiben beide Sektoren wichtige Absatzmärkte, allerdings mit derzeit rückläufigen Bestellungen.

Deutsche Unternehmen treten weder im Öl- und Gassektor noch im Bergbau als Investoren in Ghana auf. Allerdings liefern deutsche Anbieter entsprechende technische Ausrüstungen. Die meisten ghanaischen Abnehmer werden von Deutschland aus bedient. Einzig Liebherr und BAUER Resources verfügen in Accra über eigene Niederlassungen. Während Liebherr Minen in ganz Westafrika mit Erdbewegungsmaschinen beliefert, bietet BAUER Resources Lösungen bei Bohrungen an.

Abschwächen dürfte sich in den kommenden Jahren die Investitionstätigkeit im noch relativ neuen Öl- und Gasbereich und damit auch der Auftragseingang für Zulieferer. Benötigt werden unter anderem Bohr- und Pumpausrüstungen sowie Schiffsaufbauten. Die vor der ghanaischen Küste stattfindende Förderung wird bislang mit Hilfe einer sogenannten Floating Production Storage and Offloading Unit (FPSO) vorgenommen - ein Schiff zur Förderung, Lagerung und Verladung von Erdöl und -gas.

Mitte 2017 begann das Sankofa-Ölfeld als drittes Feld mit der Produktion. Konzessionär von Sankofa ist die italienische Eni. Weitere Ölfelder dürften auf sich warten lassen, denn die Explorer, welche bis etwa 2015 sehr stark in der ghanaischen Hafenstadt Takoradi präsent waren, haben das Land aufgrund des niedrigen Ölpreises verlassen. Derzeit wird vor der Küste kaum noch nach neuen Ölquellen gebohrt.

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Quelle: gtai

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