CO2-Meldepflicht für Schiffe in europäischen Gewässern ab 2018

Hapag Lloyd

Die EU stellt offiziell ihr System zur Überwachung, Berichterstattung und Verifizierung der CO2-Emissionen des Schiffsverkehrs vor. Schiffe mit einer Bruttotonnage über 5.000 müssen ab 1. Januar 2018 ihre CO2-Emissionen an die EU-Kommission melden, um europäische Häfen anlaufen zu dürfen.

Die Europäische Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) hat ihr eigenes System zur Überwachung, Berichterstattung und Verifizierung (Monitoring, Reporting, Verification - MRV) der CO2-Emissionen des Seeschiffsverkehrs vorgestellt. Dieses System ist in die EU-Strategie zur Reduktion der CO2-Emissionen eingebettet und stellt ein Instrument der EU-Verordnung 2015/757 zur Überwachung und Prüfung von Kohlendioxidemissionen aus dem Seeverkehr dar.

Die Verordnung sieht vor, dass für jedes Schiff mit einer Bruttotonnage über 5.000 ein Plan zur Überwachung von einer akkreditierten Organisation geprüft wird. Diese Vorlage muss geeignet sein, neben der emittierten Menge CO2 unter anderem die Ziel- und Ablegehäfen, die Menge und Emissionsfaktoren des verbrauchten Treibstoffs, die Reisedistanz, die Dauer auf See, den Typ der Fracht und die Transportleistung zu dokumentieren. Die genauen Prozeduren zur Ermittlung der emittierten Menge CO2 sind in Annex I der Verordnung 2015/757/EU aufgeführt. Nach der Verifizierung durch akkreditierte Organisationen sind diese aggregierten Daten dem Flaggenstaat sowie der EU-Kommission zur Erstellung öffentlicher Berichte zu melden.

Die Meldung der Daten ist Voraussetzung für die Erteilung eines "Document of compliance", ohne das betroffene Schiffe keinen Hafen in EU-Gewässern anlaufen dürfen.

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Dr. Alexander Widmann
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